Kopfsache: Wir sind unser Gehirn


Blitzgarden Cartoon für Menschenkenner-Mkt. Oli Kock: Mann schaut aus seinem Kopf

Mal ehrlich: wir wissen doch weit mehr über die Funktionen unseres Smartphones als über die Kopfarbeit, die unser Gehirn leistet. Das ist bedauerlich, ist doch  Persönlichkeit  zu einem großen Teil Kopfsache. Aber lassen wir das Gehirn doch einfach selbst erzählen...



Das Leben ist ungerecht!

 

Es ist überraschend, wie unpopulär, ja geradezu unsexy das Gehirn in Vergleich zu anderen menschlichen Organen ist. Das erkennt man schon an den Metaphern, in denen unser Denkorgan eine Rolle spielt.

 

Da werden missliebige Menschen verdächtigt, ihnen habe jemand ins Gehirn geschissen und unliebsame bis doofe Zeitgenossen werden despektierlich Hirni genannt.

 

Selten wird das Gehirn besungen. Kein Dichter widmet ihm fiebrige Verse. Wie gut hat es doch das Herz, der Superstar unter den Organen. Sieht ja auch viel besser aus!

 

Ich arbeite viel mit inneren Bildern. Wenn ich erwähne, das Gehirn sei die Steuerzentrale des Menschen und dann meine Klienten frage, was sich vor ihrem inneren Auge täte, dann lautet die Antwort oft: Ich sehe mich selbst und halte das Gehirn wie ein Steuerrad in den Händen.

 

Das ist erstaunlich. Zwar ist das Gehirn in der Tat unsere Steuerzentrale. Aber es steuert zum großen Teil uns – nicht umgekehrt. Das Gehirn ist kein Werkzeug, das wir benutzen wie einen Hammer oder eine Zange.

Unser Gehirn ist kein Objekt!


 

Unser Gehirn sind WIR!

Aber wer könnte das besser erklären als das Gehirn selbst!?

 

Guten Tag, ich möchte mich kurz vorstellen!

 

Ich bin Ihr Gehirn. Mehr als das. Ich BIN Sie.

Und dennoch ein unbekanntes Wesen. Oder?

Um deutlich zu machen, wie sehr wir beide zusammen gehören, lassen Sie mich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.

 

Stellen Sie sich vor (Gott bewahre), Sie benötigen eine neue Niere. Nach einiger Zeit erhalten Sie ein Spenderorgan. Die OP verläuft erfolgreich. Einige Stunden nach der Operation schauen Sie in den Spiegel. Sie betrachten Ihr Gesicht. Sie bemerken, dass Sie noch ein wenig blass um die Nase sind.

 

Nun stellen Sie sich vor, Sie benötigen ein neues Herz. Einen Tag nach der Transplantation schauen Sie in den Spiegel. Sie sahen schon mal besser aus. Sie fühlen sich zittrig und schwach. Ausgebufft und abgeschlafft legen Sie sich wieder ins Bett.

 

Ich komme zum Ende unseres kleinen Kopfkinos: 

Sie benötigen ein neues Gehirn. Und nehmen wir einfach mal an, eine Hirntransplantation wäre mittlerweile durchführbar. Nach der Operation quälen Sie sich aus dem Krankenhausbett. Sie sehen in den Spiegel und erstarren.

 

Sie haben das Gesicht, das Ihnen da entgegenblickt, noch nie in Ihrem Leben gesehen ...



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